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Fișier:Coa Oravita CS RO.png Oraviţa

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Oraviţa (deutsch Orawitz, ungarisch Oravica, tschechisch Oravice, kroatisch/serbisch Oravica/Оравица) ist eine Stadt im Kreis Caraş-Severin (Rumänien).

Oraviţa liegt im Banat an der Westseite des Anina-Gebirges. Die Kreishauptstadt Reşiţa befindet sich etwa 35 km nordöstlich.

Bereits um 1400 wurde in der Umgebung der heutigen Stadt Bergbau betrieben. 1690 wurde der Ort erstmals erwähnt; seit 1717 ist er eine Gemeinde. Damals gehörte Oraviţa zu Österreich-Ungarn. Im Ostteil des Ortes siedelten sich Tiroler Bergleute an; im Westteil lebten vorwiegend Rumänen. Beide Ortsteile entwickelten sich separat und waren auch administrativ voneinander getrennt.

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts war Oraviţa ein Zentrum der Kupferverhüttung in Österreich-Ungarn; daneben wurde Bergbau auf Gold betrieben. 1737–39 störten Einfälle der Türken vorübergehend die Entwicklung. 1816 wurde ein Theater errichtet. 1854 wurde die Bahnlinie von Oraviţa nach Baziaş eröffnet. Diese Strecke ist die älteste auf dem Territorium des heutigen Rumäniens. 1863 ging die Bahnstrecke von Oraviţa über das Anina-Gebirge nach Steierdorf-Anina in Betrieb, um die dort abgebaute Steinkohle an die Donau transportieren zu können. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts nahm die Bedeutung des Bergbaus ab.

Zwischen den beiden Weltkriegen wurden beide Ortsteile offiziell vereinigt. Oraviţa wurde zwischenzeitlich Hauptstadt des Kreises Caraş.

Am Ende des Zweiten Weltkrieges flohen die meisten deutschen Bewohner nach Deutschland oder Österreich. 1946 wurden in der Nähe der Stadt Uranvorkommen entdeckt, die in großem Umfang abgebaut und in die Sowjetunion gebracht wurden.

Heute sind die Holz- und Lebensmittelverarbeitung sowie Handel und Tourismus die wichtigsten Wirtschaftszweige.

Sehenswürdigkeiten:

  • Theater Mihai Eminescu (1816), Architekturdenkmal
  • Kloster Călugăra (1859) im eingemeindeten Ort Ciclova Montană
  • Bahnhof Oraviţa und Bahnstrecke nach Anina
  • Pharmazie-Museum Knoblauch
  • Nationalpark Cheile Nerei-Beuşniţa