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Milişăuţi

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Milişăuţi (deutsch Milleschoutz) ist eine Stadt im Kreis Suceava (Rumänien).

Milişăuţi liegt in der Bukowina am Fluss Suceava am Ostrand der Ostkarpaten. Die Kreishauptstadt Suceava befindet sich etwa 25 km südöstlich.

Milişăuţi (genauer der heute eingemeindete Ort Bădeuţi) wurde 1413 – zur Zeit des moldauischen Fürsten Alexandru cel Bun – erstmals urkundlich erwähnt. 1487 wurde die alte Kirche in Bădeuţi durch eine neue aus Stein ersetzt, die der Fürst Ştefan cel Mare aus Dankbarkeit für einen Sieg in einer Schlacht gegen den walachischen Fürsten Basarab Ţepeluş cel Tânăr stiftete. Der Ort lag am Weg zwischen der Residenzstadt Suceava und dem wichtigen Kloster Putna. Mehrfach hielten sich hier moldauische Fürsten auf. 1538 wählten in Bădeuţi die moldauischen Adligen Ştefan Lăcustă zum Fürsten. Milişăuţi bestand ursprünglich aus einem oberen und einem unteren Ortsteil, die jeweils verschiedenen Adligen bzw. Klöstern gehörten.

1774 wurde die Bukowina und damit auch Milişăuţi ein Teil der Habsburgermonarchie. Im Zuge der planmäßigen Ansiedlung zogen in den Jahren 1788/89 evangelische Deutsche aus Schwaben nach Milleschoutz und nach Bădeuţi (Badeutz). Von 1791 bis 1861 befand sich in Milleschoutz ein Kirchspiel der evangelischen Kirche in der Bukowina.

1910 wurden der obere und der untere Ortsteil administrativ vereinigt.

Nach dem Ersten Weltkrieg gelangte die Bukowina und damit auch Milişăuţi zu Rumänien. 1940 verließen im Ergebnis eines Abkommens zwischen dem Deutschen Reich und Rumänien die meisten Bukowinadeutschen Milişăuţi.

Im kommunistischen Rumänien bildeten Milişăuţi und Bădeuţi zusammen mit dem benachbarten Ort Iaslovăţ eine Gemeinde, die 1976 nach dem kurz zuvor verstorbenen Funktionär Emil Bodnăraş benannt wurde. Nach der Rumänischen Revolution 1989 erfolgte 1996 die Rückbenennung in Milişăuţi. 2001 wurde Iaslovăţ aus dem Gemeindeverband ausgegliedert, 2004 Milişăuţi offiziell zur Stadt erklärt.

Die wichtigsten Erwerbszweige sind die Landwirtschaft und der Handel.

Sehenswürdigkeiten:

  • Ruine der Kirche von 1487 im Ortsteil Bădeuţi
  • Ruine eines Adelssitzes (14./15. Jahrhundert)
  • Schmiede (Anfang des 19. Jahrhunderts)