Alba, Arad, Argeş, Bacău, Bihor, Bistriţa-Năsăud, Botoşani Brăila, Braşov, Buzău, Călăraşi, Caraş-Severin, Cluj, Constanţa, Covasna, Dâmboviţa, Dolj, Galaţi, Giurgiu, Gorj, Harghita, Hunedoara, Ialomiţa, Iaşi, Ilfov, Maramureş, Mehedinţ, Mureş, Neamţ, Olt, Prahova, Sălaj, Satu Mare, Sibiu, Suceava, Teleorman, Timiş, Tulcea, Vaslui, Vâlcea, Vrancea
Rumänien ein ideales Urlaubsland
Home » Miercurea Nirajului

Miercurea Nirajului

upload/1/5/6/romania-en/miercurea-nirajului.large.jpg

Miercurea Nirajului ist eine Stadt im Kreis Mureș (Rumänien).

Miercurea Nirajului liegt etwa in der Mitte Siebenbürgens am Fluss Niraj. Die Kreishauptstadt Târgu Mureș befindet sich etwa 20 km westlich.

Archäologische Grabungen belegen eine Besiedlung der Region seit dem Neolithikum; es wurden Steinäxte aus der Zeit zwischen 2000 und 1700 v. Chr., im eingemeindeten Ort Lăureni Münzen aus der Zeit des byzantinischen Kaisers Justinian I gefunden.

Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1493 unter der Bezeichnung Zereda. Diese ist slawischer Herkunft und bedeutet etwa „Mitte“, „Marktplatz“ oder als Wochentag „Mittwoch“. Von letzterem leitet sich die rumänische Bezeichnung „Miercurea“ ab; „Nirajului“ ist das Adjektiv des Flusses, an dem der Ort liegt.

Von 1600 bis 1603 verwüsteten die Truppen des kaiserlich-habsburgischen Generals Giorgio Basta die Umgebung des Dorfes. Am 21. Februar 1605 erlebte Miercurea Nirajului den historisch bedeutendsten Moment seiner Geschichte, als hier die siebenbürgischen Stände Stephan Bocskai zum siebenbürgischen Fürsten wählten.

Für lange Zeit war Miercurea Nirajului Sitz des Szeklerstuhles Marosszék, bevor im 18. Jahrhundert Târgu Mureș diese Funktion übernahm. Danach verlor Miercurea Nirajului weitgehend seine frühere Bedeutung und wurde ein gewöhnliches Dorf.

Nach der Revolution von 1848 nahm der Ort einen erneuten Aufschwung. Im Ergebnis des Ersten Weltkrieges gelangte Miercurea Nirajului – das wie der Rest Siebenbürgens bisher zum Königreich Ungarn, zum Fürstentum Siebenbürgen bzw. zu Österreich-Ungarn gehört hatte – an Rumänien. Infolge des Zweiten Wiener Schiedsspruches wurde der Ort, der damals wie heute über eine ungarische Bevölkerungsmehrheit verfügte, von 1940 bis 1944 nochmals ein Teil Ungarns.

Nach dem Ersten und verstärkt nach dem Zweiten Weltkrieg setzte eine industrielle Entwicklung ein; in den 1970er und 1980er Jahren wurden Wohnblocks errichtet.

Im Jahr 2003 wurde Miercurea Nirajului zur Stadt erklärt.

Die wichtigsten Erwerbszweige sind die Landwirtschaft und die Holzverarbeitung.

Sehenswürdigkeiten:

  • Reformierte Kirche (15. Jahrhundert) mit Glockenturm aus Holz (18. Jahrhundert)
  • Hölzernes Tor (1723)
  • Katholische Kirche (18. Jahrhundert) im Ortsteil Beu
  • Reformierte Kirche (1780) im Ortsteil Moșuni
  • Griechisch-katholische Holzkirche (1843)
  • Büste von Stephan Bocskai (1906)