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Hârşova

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Hârşova (bulgarisch Harsovo/Хърсово) ist eine Stadt im Kreis Constanţa (Rumänien).

Hârşova liegt im Westen der Dobrudscha am rechten Ufer der hier nordwestwärts fließenden Donau. Die Kreishauptstadt Constanţa befindet sich etwa 80 km südöstlich.

Der Ort ist vermutlich seit dem Neolithikum durchgängig besiedelt. Archäologische Funde stammen auch aus der Eisen- und Bronzezeit. In den letzten Jahrhundert v. Chr. siedelten Griechen in der Region. Im 1. Jahrhundert n. Chr. eroberten die Römer das Gebiet. Wegen der strategisch wichtigen Lage an einem Donauübergang errichteten sie auf einer Anhöhe über dem Fluss die Burg Carsium. Nach der Teilung des Römischen Reiches 395 wurde Carsium Teil des Oströmischen Reiches. Im 7. Jahrhundert drangen die Bulgaren ein; 300 Jahre später kehrten die Byzantiner zurück und stellten die Festungsanlagen an der Donau – unter ihnen Carsium – wieder her. Im 13. Jahrhundert verloren sie die Dobrudscha wieder an die Bulgaren, bevor die Region 1410 in das Osmanische Reich eingegliedert wurde. Die Türken übernahmen die Befestigungsanlagen und bauten sie aus. In der Folge erlebte die Stadt einen Aufschwung. Nach dem Russisch-Osmanischen Krieg (1828–1829) zerstörten die Russen die Festung und weite Teile der Stadt. Hârşova verlor an Bedeutung und gelangte im Ergebnis des Berliner Kongresses 1878 an Rumänien. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte in bescheidenem Umfang die Ansiedlung von Industriebetrieben ein. In den letzten Jahren der kommunistischen Herrschaft verfielen einige der alten Baudenkmäler oder wurden zerstört.

Die Herkunft des heutigen Namens der Stadt ist ungeklärt. Der Suffix ist slawischen Ursprungs. Der Wortstamm könnte ein Rudiment des antiken Namens Carsium sein; auch eine türkische Herkunft wird diskutiert.

Die wichtigsten Wirtschaftszweige sind die Landwirtschaft, die Lebensmittelverarbeitung und der Tourismus.

Sehenswürdigkeiten:

  • Thermalquellen
  • Reste der römischen Burg und der osmanischen Festung
  • archäologische Stätten aus römischer, byzantinischer und türkischer Zeit