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Bran

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Bran (Törzburg) ist eine Gemeinde in Siebenbürgen, Rumänien, und liegt im Kreis Braşov.

Der 30 Kilometer von der Stadt Braşov (Kronstadt) entfernte Ort wurde durch sein Schloss, das oberhalb der Ortschaft liegt, bekannt.

Hoch auf einem steilen Felsen beherrscht das Schloss die zu seinen Füßen liegende Schlucht und die Straße, welche Siebenbürgen mit der Walachei verbindet. Der Bau wurde 1377 beschlossen und anschließend ausgeführt.

Das Schloss Bran wird Touristen immer wieder als Draculaschloss präsentiert. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass Vlad III. Drăculea, dessen Herrschaft sich nicht auf dieses innerhalb des Karpatenbogens liegende Gebiet erstreckte, es nie betreten hat. Anderen Quellen zufolge hat er dort eine einzige Nacht in Gefangenschaft verbracht, als es noch der Stadt Kronstadt gehörte. Es erinnert jedoch sehr an die Beschreibung von Draculas Burg aus Bram Stokers gleichnamigem Roman.

Kronstadt als damaliger Eigentümer schenkte die Törzburg 1920 Königin Maria, der Gattin von König Ferdinand I.. Deren Tochter, Prinzessin Ileana, erbte das Schloss. Nach dem Zweiten Weltkrieg vom kommunistischen Rumänien übernommen, wurde Schloss Bran (bzw. die Törzburg) am 26. Mai 2006 mit einer offiziellen Zeremonie an Dominic von Habsburg, den Sohn und Erben von Prinzessin Ileana und Anton von Habsburg (aus der toskanischen Linie) übergeben. Bedingung war, dass das Schloss drei Jahre lang ein Museum bleibt.

Habsburg hat die Törzburg gemeinsam mit seinen Schwestern und Miterbinnen Maria Magdalena Holzhausen und Elisabeth Sandhofer am 1. Juni 2009 als Museum wiedereröffnet. Ausgestellt sind Objekte und Möbel aus dem Besitz der Familie Habsburg, darunter die Krone, ein Zepter und ein Silberdolch von König Ferdinand. Im Schlossturm wird ein Luxusappartement für Übernachtungen vermietet. Die ursprünglichen Exponate des Schlosses aus seiner Zeit im Staatsbesitz wurden vom Kulturministerium in ein neues Museum im benachbarten Zollhaus (ehem. Grenze Österreich-Ungarn / Rumänien) mitgenommen.