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Şimleu Silvaniei

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Şimleu Silvaniei (Schomlenmarkt) ist eine Stadt im Kreis Sălaj (Rumänien).

Şimleu Silvaniei liegt im westlichen Hügelland Rumäniens (Dealurile de Vest) und innerhalb dessen in der Talsenke Depresiunea Şimleului am Oberlauf des Flusses Crasna. Die Kreishauptstadt Zalău befindet sich etwa 20 km östlich.

Älteste archäologische Funde in der Region stammen aus dem 2. Jahrhundert v. Chr., der Zeit der Daker. In den Jahren 1797 und 1889 wurden auf demselben Grundstück Schatzfunde gemacht, die aus dem 4./5. Jahrhundert nach Chr. stammen und die auf die Anwesenheit ostgermanischer, vermutlich gepidischer Stämme hindeuten.

Die erste urkundliche Erwähnung von Şimleu Silvaniei stammt von 1251 unter dem Namen Vathasomlyowa. 1429 ist ein Markt erwähnt.

Die spätmittelalterliche Geschichte der Stadt ist wesentlich mit dem Namen Báthory verbunden. Diese Familie, die mehrere Herrscher Siebenbürgens stellte, hatte in der Stadt ihren Stammsitz. Seit dem 14. Jahrhundert ist ihre Burg nachgewiesen. Ende des 16. Jahrhunderts errichteten sie ein Herrenhaus in der Stadt; die Burg verfiel.

Nach der Schlacht bei Mohács (1526) zerfiel das Königreich Ungarn, zu dem Şimleu Silvaniei bis dahin gehört hatte. Die Stadt wurde Teil des Fürstentums Siebenbürgen und hatte von da an bis 1774 immer wieder unter Einfällen der Türken zu leiden. Auch von den Kuruzenkriegen um 1700 und von Kampfhandlungen im Zuge der Revolution 1848 war die Stadt betroffen.

Vom Ende des 17. Jahrhunderts bis 1918 gehörte die Stadt zu Österreich-Ungarn, danach gelangte sie an Rumänien. Infolge des Zweiten Wiener Schiedsspruchs kam Şimleu Silvaniei von 1940 bis 1944 vorübergehend wieder zu Ungarn. Während des Zweiten Weltkrieges wurden die meisten der in der Stadt ansässigen Juden in Vernichtungslager deportiert.

Die wichtigsten Wirtschaftszweige der Stadt sind die Holzverarbeitung, Möbel- und Textilherstellung sowie die Weinproduktion.

  • Ruinen der Báthory-Burg (16. Jahrhundert)
  • Kloster der Hl. Dreieinigkeit im Ortsteil Bic (1720/1994)
  • Synagoge (1876), heute Holocaust-Museum
  • Katholische Kirche (1532)